Angst vor dem Versagen – oder vor dem Erfolg?

Kennst du das? Du fragst dich, ob du etwas Neues wagen sollst oder lieber auf Nummer sicher gehst und in deiner Komfortzone bleibst. Große Entscheidungen bergen immer Risiko und Belohnung zugleich. Bleibst du, wo du bist, hast du das vertraute Gefühl von Sicherheit – aber oft auch das Gefühl, dich im Kreis zu drehen.

Was hält dich neben diesem Sicherheitsgefühl eigentlich davon ab, deine Ziele zu erreichen und deine Träume zu leben? Häufig ist es die Angst vor dem Versagen. Manchmal die Angst vor dem Erfolg. Nicht selten beides gleichzeitig.

Angst vor dem Versagen kennt fast jeder

Wer möchte schon vor Freunden, Familie oder dem eigenen Ego als „gescheitert“ dastehen? Woher diese Angst kommt, ist unterschiedlich – häufige Gründe sind:

  • Du bist in der Vergangenheit schon einmal gescheitert
  • Du wurdest früher kritisiert oder bestraft
  • Du bist Perfektionist:in
  • Dein Selbstwert hängt an deinen Erfolgen und Leistungen
  • Du fühlst dich grundsätzlich minderwertig
  • Deine Definition von Erfolg und Misserfolg ist sehr starr
  • Du zweifelst an deinen Fähigkeiten

Aus dieser Angst heraus reden wir uns oft ein: „Es ist doch eigentlich ganz gut, wie es ist. Wenn ich es gar nicht erst versuche, kann ich auch nicht scheitern.“ Es ist die Angst vor Veränderung, die im Weg steht – das Vertraute fühlt sich sicher an, und genau dahin kehrt dein Gehirn automatisch zurück, sobald ein Reiz es herausfordert.

„Ich bin gescheitert“ ist nicht dasselbe wie „ich bin ein Versager“

Entscheidend ist der Unterschied zwischen „ich bin ein Versager“ und „ich habe dieses eine Ziel nicht erreicht“. Jeder macht Fehler und erlebt Rückschläge – das macht dich nicht zum Versager, sondern zum Menschen. Aus Fehlern lernst du, und genau darin liegt die Chance zur Weiterentwicklung. Albert Einstein, Walt Disney und viele andere erfolgreiche Menschen sind erst gescheitert, bevor sie ihren Erfolg gefunden haben.

Angst vor dem Erfolg – weniger offensichtlich, genauso wirksam

Erfolg ist doch das, wonach wir streben, oder? Trotzdem bremsen sich viele Menschen selbst aus, wenn es ernst wird. Mögliche Gründe:

  • Du hast das Gefühl, den Erfolg nicht zu verdienen
  • Du stehst nicht gern im Mittelpunkt
  • Erfolg bedeutet für dich mehr Druck, Stress und Arbeit
  • Du befürchtest Neid und belastete Beziehungen
  • Du glaubst, auch mit Erfolg innerlich unzufrieden zu bleiben
  • Deine Definition von Erfolg und Misserfolg ist sehr starr
  • Du zweifelst an deinen Fähigkeiten

Die letzten beiden Punkte findest du in beiden Listen wieder – Versagensangst und Erfolgsangst überschneiden sich mehr, als man denkt. Sie sind keine zwei Extreme, sondern hängen oft zusammen. Viele Menschen tragen beide Ängste gleichzeitig in sich, ohne es zu merken – und genau das kann am meisten davon abhalten, wirklich weiterzukommen.

Wo BWRT® ansetzt

Das Gefühl von Stillstand oder „sich im Kreis drehen“ ist ein guter Moment, diese Punkte für dich einmal genauer anzuschauen. Beide Ängste laufen meist automatisch ab – dein Gehirn hat gelernt, Sicherheit über Veränderung zu stellen, lange bevor du bewusst darüber nachdenkst. Genau an diesem Punkt setzt BWRT® an: an der automatischen Reaktion, die dich zurückhält, nicht an der bewussten Entscheidung, die du längst treffen möchtest. Es geht dabei um eine Neuausrichtung dieser Reaktion, nicht um die Behandlung einer Erkrankung. BWRT® ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.

Wenn du das Gefühl kennst, dich selbst auszubremsen, findest du hier, wie BWRT® bei mir abläuft – oder schreib mir direkt.